Anthonie Heinsius war ein aus Delft stammender Staatsmann aus der Zeit des Statthalters Wilhelm III. von Oranien. Als Rechtsgelehrter hatte er sich bis zum Ratspensionär der Region Holland hochgearbeitet – wenn auch nicht ganz freiwillig …

Diplomat

Anthonie Heinsius wurde als Sohn eines Delfter Politikers geboren. Er studierte Rechtswissenschaften im französischen Orléans, um anschließend in die Fußstapfen seines Vaters zu treten. Wie es scheint, war Heinsius ein sehr taktvoller, zugleich jedoch auch unbeugsamer Unterhändler. Wilhelm III. von Oranien schickte ihn daher gerne auf diplomatische Missionen, um die Interessen der Niederlande gegen das feindliche Frankreich durchzusetzen.

Hoher Beamter

Letztendlich war es auch der Statthalter Wilhelm III., der dafür sorgte, dass Heinsius zum Ratspensionär des Bezirks Holland ernannt wurde - obwohl Heinsius selbst diese Funktion anfänglich gar nicht angestrebt hatte. Als Ratspensionär war er zugleich der höchste Beamte des Bezirks und damit Vertreter der Generalstaaten. Am 25. Juni 1689 wurde Heinsius vereidigt. Dank seiner Bemühungen konnte 1713 Frieden mit Frankreich geschlossen werden

Junggeselle

Trotz seiner hohen Funktion blieb Heinsius bodenständig. Er investierte weder in Grund und Boden noch in andere Statussymbole und war zeit seines Lebens Junggeselle. Bei seinem Tode hinterließ er ein Vermögen von rund 750.000 Gulden. Heinsius wurde in der Alten Kirche bestattet.

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