Der Turm der Alten Kirche ist seit Jahrhunderten in aller Munde. “Wie kann es sein, dass der Turm so schief steht? Er fällt doch nicht etwa um?” Um eine Antwort auf diese Fragen zu finden, müssen wir uns in das Jahr 1325 zurückversetzen …

Verlegung
Die Alte Kirche wurde früher von der „Delf" umsäumt, einem alten Wort für den Begriff „Gracht", der Delft ihren Namen verdankt. Als die Kirche 1325 einen Turm bekommen soll, fehlte es zunächst an ausreichend Platz. Darum wurde die alte Gracht zugeschüttet und das Wasser umgeleitet. Die neue Gracht bekam bei der Verlegung den Namen „Oude Delft". Die Verlegung selbst ist auf dem Stadtplan übrigens noch gut zu erkennen.

Knick
Auf einem Teil der alten, zugeschütteten Gracht wurde der Kirchturm errichtet. Der Boden erwies sich jedoch als zu weich für die schweren Steine des Turms. Schon während des Baus kommt es zum Absacken des Turms. Zum Glück konnte das Bauwerk noch während des Baus - vorübergehend - stabilisiert werden. Anschließend wurde einfach senkrecht weitergebaut. Daher hat der Turm heute einen Knick, der aus der Ferne gut zu erkennen ist.

Scharfe Proteste
Der schiefe Turm, der scherzhafterweise auch als „Schiefer Jan" bezeichnet wird, ist mittlerweile vollständig stabilisiert. Lange Zeit fürchteten die Einwohner Delfts jedoch, der Turm könnte umfallen. 1843 wollte die Stadtverwaltung den Turm sogar abreißen. Dank scharfer Proteste ist dieser Plan zum Glück nicht mehr umgesetzt worden. So bekam der Turm der Alten Kirche sein heutiges Erscheinungsbild: Mit 75 Meter Höhe steht er fast zwei Meter aus dem Lot ...

 

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