Königin Juliana war das zweite von drei Mitgliedern der königlichen Familie, die kurz hintereinander verstarben und in der Neuen Kirche beigesetzt wurden. Ihr Schwiegersohn, Prinz Claus, war ihr vorausgegangen. Noch im gleichen Jahr wie Juliana verstarb auch ihr Gemahl, Prinz Bernhard.

Volksfreude

Die Geburt Julianas war ein Geschenk des Himmels. Königin Wilhelmina und Prinz Hendrik waren jahrelang kinderlos geblieben. Mit ihrem Ableben hätte womöglich ein deutsches Familienmitglied von Wilhelmina die Nachfolge antreten müssen ... Die Freude war daher groß, als am 30. April 1909 eine gesunde Prinzessin zur Welt kam. Ihr vollständiger Name lautete Juliana Louise Emma Marie Wilhelmina.

Beliebt

Juliana heiratete 1937 Bernhard zur Lippe-Biesterfeld. Sie bestieg 1948 den Thron. Im Gegensatz zur ihrer Mutter stand Königin Juliana dem Volk sehr nahe. Ihr Auftreten in der Öffentlichkeit ging mit einer gewissen Nüchternheit und informellen Umgangsformen einher. Und genau das machte sie beim Volk so beliebt. Sie wurde mehr als einmal auf dem Fahrrad in ganz normaler Kleidung beobachtet und scherzhaft die „radelnde Monarchin" genannt.

Glockengeläut

Die Regierungszeit Julianas war von mehreren Rückschlägen überschattet. Während der berüchtigten Schmiergeldaffäre ihres Ehegatten hatte sie sogar einen vorzeitigen Rücktritt in Erwägung gezogen. 1980 dankte sie schließlich ab. Danach wurde ihr Leben wieder ruhiger. Juliana starb im Alter von 94 Jahren im Kreise ihrer Familie. Ihr Sarg wurde unter dem Geläut der Bourdon-Glocke der Alten Kirche in die Neue Kirche getragen. Nach einer feierlichen Zeremonie wurde sie in dem königlichen Grabkeller beigesetzt.

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